Verlust aus einer Kapitalforderung

Steht fest, dass keine Rückzahlung einer Kapitalforderung mehr erfolgt, kann ein steuerbarer Verlust nach § 20 EStG vorliegen. Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens reicht nicht aus, es sei denn, das Insolvenzverfahren wird mangels Masse abgelehnt oder die Kapitalforderung ist aus anderen Gründen uneinbringlich.

Verzichtet ein Gesellschafter einer GmbH auf die Kapitalforderung gegen die Gesellschaft, so wird der Verlust nur steuerlich anerkannt, wenn und soweit die Kapitalforderung nicht werthaltig ist, so entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (19.11.18, 3 K 1846/15). Sofern die Kapitalforderung noch werthaltig ist und der Gesellschafter auf die Rückzahlung verzichtet, liegt eine verdeckte Einlage vor.

Das Finanzgericht hat die Revision zugelassen.

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